Nervine - Rebel Hell
Dreckig und gemein, fies und direkt - das sind Nervine und ihr mittlerweile dritter Output "Rebel Hell". Die drei Göppinger liefern auf "Rebel Hell" lediglich eines ab und zwar eine gehörige Portion Rock, die dermaßen in die Fresse bolzt, dass jeder Zahnarzt in Freudentränen ausbrechen würde. Doch beweist man auch ein gehöriges Maß an Flexibiltät und emotionalem Tiefgang. So zum Beispiel mit "Inside of me" bei dem nicht nur musikalisch balladesken Themen mit dreckigstem Rock vereint werden. Nein, auch das gewaltige Organ von Kurt "Angerpower" Angerbauer (Vocals/ Guitar) zeigt sich extrem wandlungsfähig. So klingt dieser im einen Moment nach wie Johnny Cash, im nächsten schon wie Motörhead-Ikone Lemmy - genial! Die musikalischen Wurzeln dürften wohl zum Großteil eben auch bei Motörhead liegen. Das Material auf "Rebel Hell" hat durchweg ein hohes Aggressionsniveau, besticht durch im Wesentlichen nicht ganz politisch korrekte Texte und wird getragen von einer stets leicht melancholischen Grundstimmung. Für mich ein richtig gelungenes Album, das Aufmerksamkeit verdient hat. Weiter so, Jungs! (jb)




