Sludge - Lava
Was ein fieses Geschoss das die Schweizer Nachbarn mit dem programmatischen Bandnamen da in Richtung unserer heimischen Abspielgeräte abfeuern! Und ähnlich wie ein kriegerischer Einfall der Schweiz in deutsche Lande, traf mich auch "Lava" völlig unvorbereitet, denn den Bandnamen hatte ich seither nicht auf dem Schirm - das Info kündet aber von bereits zehn Jahren Bandgeschichte und mehreren Veröffentlichungen. Das Kaliber, also die Klasse, verwundert beim zweiten Blick dann aber auch sowas von gar nicht, denn an der Gitarre shreddert hier kein Geringerer als Makro von Samael, der zudem auch noch produziert hat. Der Opener "60mm" erinnert mit dem schieren Brett und den schwirrenden Gitarren irgendwie an alte Ministry, "Idi Na Hui" ist dann etwas rockig-grooviger gestrickt, das Gitarrensolo ist fast schon klassisch und der Bass dengelt in bester Motörhead-Manier. Den im einleitenden Standardblock bereits aufgezählten Genres kann man getrost noch Black, Death und Thrash Metal hinzufügen, denn die schwüzer Herren sind mal echt schwer festzunageln. Über die neun Tracks kann das Album nicht vollends überzeugen, gerade Sänger, ääähh... sprechen wir lieber mal von Shouter, Odin hätte mit ein bisschen mehr Abwechslung bei seiner Arbeit auch genau dafür im Albumverlauf sorgen können. Der Mix kommt von Alan Douches, und der hat ja auch bei Mastodon und Converge schon gute Dienst geleistet, bei beiden genannten Bands könnte ich mir Sludge auch prima im Vorprogramm vorstellen. (tj)




