Communic - Payment Of Existence
Das dritte Album der drei Norweger hört auf den Namen "Payment Of Existence", Zahltag also. Und wenn das Artwork den Albumtitel aufnehmen soll, dann hat der Zahltag der Band wohl irgendetwas mit New York in Schutt und Asche, ner schlanken rothaarigen Lady und nem Koffer voll Geld zu tun. Der Vorgänger "Waves Of Visual Decay" war gleich in mehreren großen Printmagazinen zum Album des Monats gekürt worden. Und soweit ich das als leicht genrefremdes Ohrenpaar beurteilen kann, knüpft die Band auchgenau da an, wo sie mit dem letzten Album aufgehört haben. Sänger/Gitarrist Oddleif Stensland klingt immer noch 1:1 wie Warrel Dane von Sanctuary bzw. Nevermore und auch musikalisch ist alles beim alten: abwechslungsreicher, progressiv angehauchter Power Metal, dankbarerweise ohne die im Genre auch gern mal üblichen Keyboard-Dudeleien, flächige Tasteneinlagen sind zwar vorhanden, aber die sorgen eher hintergründig für Volumen. Und auch wenn die Tracks fast alle Überlange haben (der kürzeste, "Through The Labyrinth Of Years", bringt es immer noch auf fast sechs Minuten), wirkt hier nichts künstlich gestreckt; der Opener "On Ancient Ground" ist achteinhalb Minuten lang und trotzdem ein idealer Einstieg ins dies Album. Für Überraschungen sorgen diverse Breaks, Tempowechsel und einem ganzen Packen eingängiger Riffs und Hooks. Für den tollen Sound sorgte einmal mehr der Stammproduzent der Band, nämlich Jacob Hansen in Dänemark. Schade, dass die Band die Versprechen, die sie auf dem Album macht, live nicht einhalten kann, denn ohne zweiten Gitarristen fehlt da einfach was. (tj)




