Audrey - The Fierce And The Longing
Trotzdem Audrey eine basisdemokratische Band ist, die zudem komplett weiblich besetzt ist, gingen die Aufnahmen zu diesem Album in rekordverdächtigen zwei Wochen über die Bühne. Das ausgiebige Touren im Vorfeld hat den Mädels wohl gut getan und so wirkt das Album, obwohl sich die Ladies am Gesang immer mal wieder abwechseln, wie aus einem Guss. Elf latent depressive, schwebende Alternative-Nummern, die mit Klavier und Cello wunderbar arrangiert sind, finden sich auf dem neuen Album der Schwedinnen. In den knapp 40 Minuten drängt sich außer "Bleak" eigentlich kein Song in den Vordergrund, aber vielleicht ist das auch ein Album bzw. eine Band, der es eher um das Gesamte als um einzelne Aspekte und "Hits" geht. Sehr charmant auch der gelegentliche skandinavische Akzent. Ich verstehe weder das Artwork (Federn? Schuppen?) noch das Veröffentlichungsdatum. Denn diese Art von Musik assoziiere ich eher mit Herbst und Winter als mit Frühjahr und Sommer - was den geneigten Hörer bitte nicht abhalten sollte, sich dem Album zu nähern, denn das lohnt sich! (tj)




