Nine Inch Nails - The Slip
Click HERE to get the new full-length nine inch nails record: the slip (Halo 27), (thank you for your continued and loyal support over the years - this one´s on me). So stand es am 5. Mai auf der Homepage von Nine Inch Nails. Seit er sich von seinem langjährigen Label befreit hat, ist Mastermind Reznor offensichtlich munter am Ausloten seiner Möglichkeiten und scheint zudem vor Tatendrang förmlich zu bersten. Mit dem knapp zweistündigen Instrumentalbum "Ghosts I-IV" hatte schon niemand gerechnet und plötzlich war es dann da. Auch da hat er den ersten Teil kostenlos zum Download angeboten und mit "The Slip" geht er jetzt sogar noch einen Schritt weiter, außer eine Internetverbindung und einer E-Mailadresse braucht es nichts weiter um in den Genuss des Albums zu kommen. Auch wenn der Umfang von gerade mal zehn Tracks und der doch etwas raue Sound zunächst mal einen Schnellschuss vermuten lassen, handelt es sich hier um ein weiteres brillantes Werk aus der Feder Reznors. Der Opener "999.999" ist quasi ein auf den ersten vollwertigen Song hinführendes Intro, mit "1.000.000" gehts dann so richtig los. Mal wieder ein etwas punkig angelegter Song, ähnlich wie das folgende "Letting You" - beide Songs hätten auch auf den Vorgängern "Year Zero" und "With Teeth" eine gute Figur gemacht. Mit "Discipline" und "Echoplex" folgen zwei deutlich tanzbare Tracks. Gerade ersteres kommt mit seinem simulierten "Zu früh Singen"-Effekt und dem Arschwackelbeat sehr cool. Bie "Head Down" überzeugt vor allem der riesige Refrain und mit "Lights In The Sky" knüpft Reznor gekonnt an seine große Balladen, wie z.B. "Something I Can Never Have" oder "And All That Could Have Been" an. Und bevor es mit "Demon Seed" dann einen wieder etwas heftigern Song als Rausschmeißer gibt, werden vorher noch zwei instrumentale Tracks eingebaut. Ich hätte mir gewünscht, dass das thematische Konzept von "Year Zero" weitergeführt wird, aber auch ohne über diesen Überbau ist "The Slip" ein vollwertiges und gewohnt überragendes Nine Inch Nails-Album. Eine Liga für sich auch das Artwork: zu jedem Song gibts in der Anzeige des iPod ein Cover, alles irgendwie schlicht in grau/schwarz/rot, aber immer künstlerisch eigen, oft deutlich zum Song(titel) passend und mit einer klaren Handschrift. (tj)




