Despairation - A Requiem In Winter´s Hue
Das ist bereits das fünfte Album der deutschen Formation, wobei mir weder anderes Material des Quartetts bekannt ist noch sind sie mir seither sonst irgendwie untergekommen. Und wenn ich mir die elf Tracks von "A Requiem In Winter´s Hue" so anhöre, verspür ich auch keinen großen Drang da Versäumtes nachzuholen. Größtes Manko ist die theatralische Intonation von Sänger Sascha Blech, der mich stark an den Sänger von Fury In The Slaughterhouse erinnert und im Gesamtsound auch viel zu weit vorne ist. Hinzu kommt die dreifach Dudelpower von recht günstig klingenden Keyboards, indiskutabler Gitarren(solo)arbeit und einem völlig überflüssig tänzelnden Bass. Was ich hier positiv hervorheben kann ist einzig der gelungen weibliche Backgroundgesang von Victoria Trunova, der z.B. im Opener "Kiss Of Ashes" sehr gut integriert wurde. Songwritertechnisch ist zudem alles recht konventionell und langweilig, oft in xmal durchgekauten Bluesschemata arrangiert. Ein einziger Song ist halbwegs erträglich ("The Shallow Sea", erinnert ganz dezent an Anthema) und der ist bezeichnenderweise eine Neuaufnahme eines Tracks ihres Debuts von 1998. Brrrr... (tj)




