Alex Amsterdam - Stillness Of A Moment
So, nachdem in den letzten Monaten immer mal wieder die Soloalben ansonsten eher kräftig rockender Leute besprochen wurden und diese dann gerne zur akustischen Gitarre (g)riffen, ist die Tür zu derartigen Themen im Helldriverkontext also weit offen. Im Gegensatz zu den Herren Kensrue oder auch Morello hat Herr Amsterdam meines Wissens keine E-Gitarrenvergangenheit, macht ja auch nix, geht auch ohne. Der Kern von "Stillness Of A Moment" ist dann auch die Stimme und das (akustische) Spiel von Alex Amsterdam. Viele Songs brauchen gar nicht mehr als das und hier und da wurde dann noch etwas mehr Farbe getupft, ob nun mit einem Cello ("Down With The Sound"), E-Beats wie bei "On The Edge" oder mit Schlagzeug wie bei "Where´s The Eternity". Mit "The Pain" und natürlich mit dem Opener "Some Kind Of Bliss" hat es durchaus hitverdächtige Songs an Bord - was nicht heißen soll, dass die anderen Songs nix können, das ist alles recht gefällig. Der Künstler will es ganz offensichtlich auch wissen und spielt sich den sprichwörtlichen Arsch ab. Was ich aber nicht so ganz verstehe, ist warum Herr Amsterdam nicht in seiner Muttersprache spricht, das müsste doch eigentlich naheliegend sein. Sein Englisch hat dann auch so einen gewollt britischen Einschlag, dass einem direkt irgendwelche blasierten, arroganten Gallagher-Gesichter in den Sinn kommen. (tj)




