Jamies Elsewhere - Guidebook for Sinners Turned Saints
Jamies Elsewhere veröffentlichen ihr erstes Album über Victory. Zuvor veröffentlichte die Band aus Sacramento eine EP auf eigene Faust, von der stolze 5000 Stück abgesetzt werden konnte. Im Victory Rooster fügt sich die Truppe neben Bands wie Four Letter Lie oder Silverstein ein. Stilistisch wird ein ähnlicher Mix aus heftigen und poppigen Parts geboten, wobei die Band durchaus einen recht eigenen Sound gefunden hat. Dieser wird vor allem von der variablen Stimme von Frontmann Chris Paterson geprägt. Sein Organ erreicht schwindelnde Höhen, dass man sich manchmal fragt ob es nicht eine Sängerin ist die hier in Aktion tritt. Aber auch wütende Screams sind fester Bestandteil seines Repertoires. Die Band hat ein gutes Händchen für dynamische Songs bei denen die Grätsche aus Eingängigkeit und Tiefgang sehr gut funktioniert. Ruhige und verträumte Melodien werden von überraschend heftigen Momenten überlagert, ohne dass dieses Schema überstrapaziert wird. Jeder Song bekommt genau das was er erfordert. Die heftigen Parts klingen darüber hinaus deutlich weniger metallisch als bei ähnlich gelagerten Bands. Auch wenn das Album sicherlich keinen Innovationspreis gewinnt, können Jamies Elsewhere mit ihrem Debüt bei mir Punkten. Die Band ist sympathisch, verfügt über gute Songs und ist dabei bei weitem nicht so gesichtslos wie viele Genrekollegen. (rg)




