Hatchet - Awaiting Evil
Klassischer Thrash Metal erlebt derzeit seinen zweiten Frühling. Neue Bands wie Bonded By Blood oder Warbringer hauchen dem Stil neues Leben ein und die Altmeister Testament legten gerade ein beeindruckendes Comeback hin. Auch Hatchet ordnen sich in die neue Riege Thrash Metal Bands ein die dem in die Jahre gekommenen Stil wieder aufleben lassen. Ihre Herkunft, die San Francisco Bay Area. Die Herkunft ist also Standesgemäß und ihre Hausaufgaben haben die Jungs gemacht. So klingt das Debüt der Band wie eine Zeitreise in die Frühen 80er. Die Band greift tief in die Mottenkiste und gräbt Riffs aus die man in dieser Form nur von Klassikern kennt. Dass "Awaiting Evil" selbst ein Klassiker geworden wäre, wenn es vor 20 Jahren erschienen wäre, ist allerdings zu bezweifeln. Es mangelt Hatchet nämlich an wirklich zündenden Songideen. Hier wird hauptsächlich recycelt und auf Riffs zurück gegriffen die bei Exodus, Slayer oder Metallica schon damals nur zweite Wahl gewesen wären. Zudem sind die Songs mit scheinbar endlosen Instrumentalparts und Solos bestückt die nichts als Langeweile verbreiten. Allein das Intro zieht sich eine gefühlte Ewigkeit und bis der erste Song überhaupt richtig anfängt will man schon skippen. Auch der Gesang kann nichts mehr retten. Zwar klingt auch er absolut genretypisch, aber eben auch uninspiriert und lahm. Dem Riffing fehlt die Würze und auf dem Album finden sich kaum griffige Parts. Leider klingt auch die Produktion als ob sie in den 80ern entstanden ist. Es fehlt einfach der Druck moderner Produktionen und die Platte scheppert an allen Ecken und Enden. Obwohl ich eigentlich das Thrash Revival sehr begrüße, auf Bands wie Hatchet kann man getrost verzichten. (rg)




