Psalm - Manifest
Psalm veröffentlichten 2006 ihr erstes Album "Fortune´s Complexity (In Five Cycles Of Torment)" welches von Today Is The Day Mastermind Steve Austin aufgenommen wurde. Das Album orientierte sich stark an technischem Chaos- und Metalcore der Marke Dillinger Escape Plan und Converge. Jetzt legen die Belgier eine neue EP vor auf der die Band kaum wiederzuerkennen ist. Nach massiven Veränderungen im Lineup entschloss sich die Truppe auch ihren Stil zu verändern. Jetzt steckt die Band knietief im Black-Metal der mit Elementen aus modernem Thrash Metal angereichert wurde. Das Ergebnis klingt sehr düster, aber auch vertrackt. Irgendwo zwischen den Stühlen von Meshuggah und Behemoth. Wobei die Nähe zum Schwarzmetall eindeutig überwiegt. Dies äußert sich in flotten Blastbeats, düster keifenden Vocals sowie beschwörenden Spoken Word Parts. Leider schaffen es die Jungs nicht mit ihren Songs zu überzeugen. In den sechs Tracks ist so gut wie kein markantes Riff enthalten, keine Spur von mitreißender Energie zu spüren oder eine einnehmende Atmosphäre auszumachen. Die Songs plätschern am Hörer vorbei ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Im Gegenteil, schon nach der Hälfte langweilt die EP auf ganzer Linie. Da wäre die Band mal lieber bei ihrem alten Stil geblieben, da waren die Jungs zumindest auf einem guten Weg. Von dem sind sie jetzt leider völlig abgekommen. (rg)




