Rosqo - No Stone Left Unturned
"Taikonaut" hieß das Debut, mit dem die Schweizer vor ein paar Jahren ganz gut vorgelegt haben. Die Essenz, melodiöser Indie trifft auf atmosphärische Post Rock-Passagen, wurde beibehalten. Zur Aufnahme des Nachfolfgers machte sich die Band aber auf nach Bristol um dort mit Ali Chant (u.a. The Kills, PJ Harvey) für zwei Wochen an dem Material zu arbeiten, das jetzt als "No Stone Left Unturned" veröffentlicht wird. Ein schönes, über weite Strecken träumerisches und unaufgeregtes Album, das ab und an sowohl vom dünnen Gesang als auch vom bewusst undicken Sound etwas an jüngere The Notwist erinnert. Hier und da kommt ne zweite Gesangsstimme dazu, oft kommt Rosqo aber völlig ohne Gesang aus und funktioniert auch instrumental. Unterm Strich alles etwas unspektakulär, ich hätte mir den ein oder anderen Track gewünscht, der direkt hängenbleibt. Das Coverartwork hätte ich niemals mit der enthaltenen Musik assoziiert, aber vielleicht war das ja der Ansatz. Hervorzuheben wären noch tolle Songtitel wie "Superschnitzel" oder auch "Elk Blood". (tj)




