Cross X - Question Authority
Die vierköpfige Ulmer Combo Cross X ist bereits seit 1999 in Sachen Musik unterwegs, hat es aber bisher noch nicht zum Plattendeal geschafft. Trotzdem wird nicht aufgegeben, sondern die nächste Eigenproduktion in Form von "Question Authority" herausgehauen. Richtig so! Der Stil, den die Süddeutschen auffahren und selbst als Modern Rock betiteln, lässt sich als eine Mischung aus Crossover, Hardcore und ein bisschen Metal klassifizieren. Die 13 Songs (eigentlich 12 plus Intro) sind durch die Bank weg alle recht geradlinig arrangiert und auf Eingängigkeit ausgelegt. Aggressive Uptempo-Parts wechseln sich mit treibenden, halbschnellen Etappen und teils schleppenden, teils groovenden langsameren Passagen ab, die meistens die Rolle des Refrains übernehmen. Technisch betrachtet, müssen sich Cross X nicht verstecken und man hört die langjährige Erfahrung mit den Instrumenten aus den Stücken heraus, und auch die Soundverhältnisse sind für eine Eigenproduktion wahrlich nicht zu verachten. Und dennoch will "Question Authority" nicht richtig zünden. Nach einigen (nicht vielen) Durchläufen machen sich bereits die Ursachen hierfür bemerkbar, und die Mängelliste füllt sich allmählich. So zum Beispiel sind Innovation und Eigenständigkeit nicht die große Stärke von Cross X. Vor allem das Songwriting und das Riffing betreffend. Ich will jetzt nicht von Ideenlosigkeit sprechen, aber die meisten Zutaten zu diesen 13 Tracks kennt man bereits oder hat sie zumindest so ähnlich schon einmal gehört. Außerdem hab ich ein nicht zu kleines Problem mit dem Gesang. Die tief gebrüllten Teile lass ich mir ja noch gefallen, aber das Gekreische und insbesondere die clean gesungenen / gesprochenen Sachen sind absolut nicht mein Fall. Der melodische Singsang ist irgendwie eine Mischung aus Helmet und Linkin Park, aber bei weitem nicht so überzeugend, wie bei den genannten Bands. Da muss leider noch nachgebessert werden...ebenso wie in punkto Komposition. (cj)




