Deathweight - Origins Of Darkness
Deadweight sind fünf Engländer, die dem mehr oder weniger idyllischen Birmingham entstammen, und mit "Origins Of Darkness" ihr Debütalbum auf die Menschheit loslassen. Soundtechnisch betrachtet, ist die ganze Geschichte leider etwas basslastig und dumpf ausgefallen. Allerdings kommt dadurch auch eine Underground-Attitüde zustande, die der Platte gar nicht schlecht zu Gesicht steht, denn Mainstream ist das Zeug hier auf keinen Fall! Was die Jungs hier auffahren, ist ein ganz schön fieses, abgefahrenes Stück Musik: Technisch anspruchsvoller Death Metal, der nicht nur mit Grindcore-Gebolze und Blastbeats angereichert wird, sondern sich auch aus der Heavy- und Prog-Metal-Wühlkiste bedient. Gleich zu Beginn lässt man mit "Hordes Of Chaos" ordentlich die Muskeln spielen und macht dem Songtitel mit vertracktem Songwriting und chaotischem Riffing alle Ehre. Das supertechnische "Vile World" steht dem in nichts nach, und erst mit "The Watcher" zeigen Deadweight, dass sie auch mit etwas eingängigeren Passagen aufwarten können. "Darkest Day" im Anschluss, ist ein gewaltiges Schlagzeug-Gewitter und bietet reichlich Potential, Nackenwirbel brechen zu lassen. Als Nummer 5 und 6 stehen "Celestial Convergance" und "Oceans Of Despair" auf dem Plan, die eigentlich zusammen gehören und den Höhepunkt dieses Albums darstellen. Hier fährt das englische Quintett die komplette Bandbreite seines Könnens auf und hinterlässt nur noch ausgerenkte Kinnladen. Von heftigstem Geballer bis zu melodischen, fast Balladen-artigen Teilen, lassen diese beiden Songs nichts aus. Hammer! Der siebte Track ist ein nachdenkliches 1-Minuten-Intermezzo bevor mit "Collision" und "Scriptures" zwei echte Granaten anstehen, die auch den Letzten über den Haufen prügeln. Das schwächere "Clearing" versucht zu Beginn diesem Beispiel zu folgen und wird erst gegen Ende etwas ruhiger. Den Abschluss bildet das eigenartige und anstrengende "Dad Man Crawling". Alles in allem ist "Origins Of Darkness" ein anspruchsvolles, innovatives Death Metal-Album, das außer einer etwas verwaschenen Produktion und einiger musikalischer Schwächen gegen Ende hin, keine Mankos aufweist. (cj)




