Greeley Estates - Go West Young Man, Let The Evil Go East
Greeley Estates aus dem heißen Phoenix versuchen dem Screamo Ding einen neuen Anstrich zu verpassen und machen ihre Sache gar nicht schlecht. Das vorliegende Album ist das insgesamt dritte der Band die sich in den Staaten schon auf prominenten Touren wie der Warped Tour und der Taste Of Chaos Tour bewähren konnte. Die Band gibt ihrer Mischung aus emotionalem Rock und derbem Hardcore mit metallischen Einflüssen in der Tat einen Eigenständigen Touch. Die Band benutzt alles andere als abgehangene Riffs und die gelungene Melodieführung bildet einen gelungenen Kontrast. Auch Greeley Estates bemühen verstärkt dreckige Rock Einflüsse, wie das ja derzeit angesagt ist. Dazu gesellen sich interessante, mit unter weibliche, Chorgesänge ebenso wie elektronische Effekte. Dazu sind die Songs recht unvorhersehbar arrangiert. Langeweile kommt also garantiert nicht auf. Was die Band aber wirklich auszeichnet ist der variable Gesang von Frontmann Ryan Zimmermann. Seine Bandbreite reicht von fauchen, schreien, brüllen bis hin zum melodischen singen. Dabei fließen er seine Stimmen oft nahtlos ineinander über, was durchaus Gemeinsamkeiten zu Glassjaw Frontmann Daryl Palumbo aufweist, obwohl er und Zimmermann sich deutlich unterscheiden. Das Album offenbart eine recht düstere Grundstimmung und die Produktion ist zwar druckvoll aber auch angenehm knarzig ausgefallen, was einen deutlichen Kontrast zu den oft viel zu glatten Produktionen viele Genrekollegen bietet. Das Album ist so eine sehr kurzweilige Angelegenheit das immer wieder mit Überraschungen aufwartet. Wer auf Bands wie Underoath mag wird sicherlich auch hier Spaß haben. (rg)




