Stigma - When Midnight Strikes
Mal wieder was interessantes aus Italien. Technisch versierter, nordisch-melodischer Death Metal, der sich aber glücklicherweise die ganz krassen Growls- bzw. Kreisch-Passagen spart und dank Sänger Stefano "Vlad" Ghersi lieber auf krasse und kräftige Shouts setzt. Überhaupt ist die Band nicht 100%ig reiner Death Metal, sondern verbrät hier und da wohl auch den ein oder anderen Einfluss aus dem Hardcorebereich, was für ne klasse Mischung sorgt. Ab und an dürfen die Gitarren sogar fast Iron Maiden-artig soliieren (siehe "To Be Really Dead... That Must Be Glorious!"), andere Leute würden das in der Summe wohl als Metalcore bezeichnen... Die Songs rangieren alle im höheren Drehzahlbereich, nur das einleitende Intro schont das Gaspedal noch etwas und dient quasi zum Vorglühen, bevor es auf einen fast schon hyperaktiven Ritt geht. Nicht leicht zu verdauen die elf Tracks, derb und deutlich technisch eben, aber auch nie selbstverliebt rumgniedelnd. Die Produktion lässt fürs nächste Album - das hier ist das Debut der Italiener - noch etwas Luft nach oben, das textliche Horror-Konzept, das auch ideal übers Artwork transportiert wird, ist aber in jedem Fall ein Pluspunkt. (tj)




