Pin-Up Went Down - 2 Unlimited
Mit den Stolen Babies hat mir Ascendance Records kürzlich schon eine angenehme Überraschung beschert und so war ich schon entsprechend gespannt, was ich von einem Album, das den gleichen Namen wie ein dankbarerweise längst von der Bildfläche verschwundenes niederländisches Eurotechno-Duo trägt, zu erwarten habe. Es ist ähnlich herausfordernd wie die Stolen Babies und es ist (oft) auch eine Frau am Mikro - soviel zu dem Gemeinsamkeiten der Bands. Was das französische Duo aber hier alles in ihren Mixer wirft überzeugt mich nach tapferem und mehrmaligem Selbstversuch leider nicht wirklich. Böse Metalgitarren, pluckernde Beats, Discohandclaps, Heliumvocals, Slapbässe, Manson/Faith No More-Zitate, düsteres Gothgesinge, aggressive Death Metal-Shouts, theatralisch-pathetisches großes Gesten-Gesinge... die Zutatenliste könnte noch lange fortgesetzt werden, würde in der Summe schlussendlich aber auch nicht mehr Sinn machen. Respekt und Extrapunkt vor den demonstrierten Fähigkeiten der Sängerin, denn sämtliche Vocals sind angeblich ohne irgendwelche Studiotricksereien entstanden. Mir fehlt hier deutlich der rote Faden. (tj)




