Jenx - Fuseless
Jahrelang nur Tröpfchenweise und jetzt plötzlich ganze Wellen cooler Bands aus Frankreich. Jetzt also Jenx und das auch noch auf einem deutschen Label. Gleich von Anfang an knallt das Album wunderbar und haut auch vom Sound in eine ähnliche Kerbe wie die Landsleute von Gojira und Dagoba. Moderner Metal auf technisch hohem Level mit ordentlich Groove und Aggression. Wo Dagoba doch deutlich Fear Factory beeinflusst sind, blitz Burton & Co. hier nur selten auf, im Info werden u.a. Vergleiche zu Neurosis, Treponem Pal und Filter gezogen, was gar nicht mal allzu sehr gelogen bzw. handwerkstypisch geklappert ist. Gerade die Refrains haben ab und an tatsächlich Filter-Qualitäten, der zweite Track des Albums beispielsweise, "Kira", ist mit einem wunderbaren Refrain gesegnet, der sichs direkt langfristig im Ohr einnistet - kein Wunder, dass der sich dieser Tage auf dem ein oder anderen Magazin-Sampler findet. Sänger Xavier Bertrand bedient zudem auch noch den Bass und ist mit einem richtig coolen Brüllorgan gesegnet, mit dem er auch bei melodischen Passagen eine gute Figur macht. Im Studio hat die Band einen Spezialisten für Samples und die sonstige Maschinerie an Bord, live agieren sie aber zu viert. Eine moderne Mischung aus Thrash und Industrial, mit einem guten Händchen für Refrains. Respektable Leistung für ein Debut, aml sehen wies bei Jenx weitergeht. Mit zwei Bonustracks bringt es das Album auf stolze dreizehn Songs und über 50 Minuten. Der erste Bonustrack "Demonhead" stammt von einer vorherigen EP, und Bonustrack zwei ist der dazugehörige Remix, der dann unter "Demondead" firmiert und auch als Bereicherung fürs Album durchgeht. Ich finde ja es wäre langsam mal an der Zeit für eine Packagetour von Gojira, Dagoba, Jenx, Overmars, The Old Dead Tree und meinetwegen auch die an anderer Stelle besprochenen Cubensis! (tj)




