Fidget - Ashes & Dust
Die Flut der von Frauen gefronteten Rockbands ist über die letzten Jahre etwas abgeebbt und so trennt sich also nach und nach die Spreu vom Weizen. Die Düsseldorfer Fidget sind nun auch schon gute neun Jahre aktiv, haben in der Zeit wohl über 400 Auftritte absolviert und haben mit "Ashes & Dust" erstmals ein Album komplett selbstproduziert. Drei Jahre haben sie sich dafür Zeit genommen und das Resultat kann sich sehen lassen, fast durchweg tanzbarer Alternativerock, nur das finale "... And Nothing More" hat dank gezupfter Gitarren und zurückhaltendem Drumming eher ruhigen Charakter. Die Band spricht im Info von einem persönlichen Meilenstein, mich persönlich hat der Vorgänger "The Merciless Beauty" mehr überzeugt, an dem haben sie "nur" zwölf Monate gearbeitet, vielleicht hat man sich in den drei Jahren einfach irgendwie verzettelt. Der Gesang von Darline und Thomas ist erneut perfekt aufeinander eingestellt, bis auf die ein oder andere deutlich als ursprünglich deutsche Formulierung zu identifizierende Textpassage gibt´s gesanglich nichts zu mäkeln. Der Vorgänger war aber irgendwie mutiger, die Songs auf "Ashes & Dust" sind alles andere als schlecht - besonders der Opener "Holy Grail" geht und bleibt gut im Ohr, die Band unterstreicht mit dem Album auch imposant ihre Daseinsberechtigung, aber mich berührts dieses Mal einfach nicht so sehr. (tj)




