Samsara - The Emptiness
Aus Mitgliedern von anerkannten Szene-Größen wie Within Blood, Mindsnare u.a. zusammengewürfelt, erweisen sich Samsara als äußerst professionelle, erwachsene Band, die nicht lange fackeln, und gleich mit dem CD-Opener "Hatred" deutlich zeigen, dass Gefangene woanders gemacht werden. Meine Fresse, die Energie und Brutalität, die "The Emptiness" mit seinen 11 Stücken versprüht ist beeindruckend. Technisch ausgereift und mit messerscharfem Songwriting bewaffnet, ziehen diese fünf Australier in die Welt hinaus, um deutlich zu machen, dass in Melbourne amtlich gerockt wird. Die Produktion wurde übrigens von Converge-Gitarren-Gott Kurt Ballou beaufsichtigt und lässt deshalb auch keinerlei Wünsche offen. Hardcore-Attitüde trifft Metal-Riffing und Death-Sound, und alles zusammen entlädt sich in erdbebenartigen Monstersongs, die alles und jeden niederzuwalzen scheinen. Besonders erwähnenswert finde ich die Dynamik, die sich über die gesamte Spieldauer von 38 Minuten entfaltet: Moshen, Bangen, Circlepit, Gorilla-Style,... hier wird jeder bedient. Wer bei so etwas keine Hummeln im Arsch kriegt, sollte auf Brit-Pop umsteigen. Als Anspieltipps kommen neben dem erwähnten "Hatred" ebenso das nackenbrechende "Outcast", die Groove- und Mosh-Kanone "Uprising" und das übermächtige Riff-Gewitter "Unlove" in Frage, wobei keiner der anderen Songs diesen wirklich unterzuordnen ist. Die einzige Schwachstelle der ganzen Geschichte ist, dass Samsara genau wie unzählige andere Bands dieses Genres klingen - was nicht zuletzt am Gesang liegt - und somit in Sachen Eigenständigkeit einige Pluspunkte einbüßen. Dadurch reicht es nicht ganz für die Bestnote. (cj)




