Sirens - In Circles
Die deutschen Sirens sind mit ihrer Debüt EP aus 2006 nicht besonders gut bei mir weg gekommen. Jetzt liegt das erste komplette Album vor. Stilistisch hat sich bei der Band wenig getan. Die Truppe orientiert sich an dem Punk und Hardcore der späten 80er und frühen 90er Jahren. Die Band tritt meist gut aufs Gaspedal, nimmt sich aber immer wieder zurück um mit Melodien für melancholische Momente zu sorgen. Simpel aufgebaute Songs, die aber clever arrangiert sind und mit dem nötigen Maß an Spielfreude und Energie für Stimmung sorgen. Reichlich verwendete Crewshouts sind fester Bestandteil der Songs. So gesehen, hat sich bei der Band doch etwas getan. Die Songs kommen deutlich frischer und spannender rüber. Sänger Daniel erinnert nicht selten an den jungen Ray Cappo und fügt sich gut in den Sound ein. Ein charismatischer Frontmann klingt aber leider anders. Weiterhin sollte er von seinen Versuchen melodisch zu singen absehen, dies klingt nämlich grausam. Die Band ist durch die Verbindung von melancholischer Melodie und schnellem Punk/Hardcore für Abwechslung zu sorgen. Dies hilft dem Album aber leider nur über die erste Hälfte, dann wird schnell klar, dass wirklich originelle Songideen rar gesät sind und die Band sich wiederholt. So kommt es relativ schnell zu Abnutzungserscheinungen. Weiterhin negativ zu Buche schlägt die recht schwache Produktion. Einerseits hat sich die Band also positiv entwickelt seit der EP, so richtig zünden will aber auch die neue Scheibe nicht. (rg)




