Sinew - The Beauty Of Contrast
Mit dem Debut der Marburger Band erweitert das Bochumer Label Alveran sein Spektrum erneut. Mit (Bollo-)Hardcore haben Sinew nämlich recht wenig, also eigentlich sogar gar nichts am Hut und orientieren sich eher an modernen Acts wie Tool, Muse oder auch Dredg. Die Band selbst (oder das Label?) ruft das Kind im Info "Cinemascopic Alternative Sound", das hat natürlich den Vorteil, dass sich beim Rufen nicht gleich mehrere Kinder daraufhin umdrehen und es auch halbwegs passt. Stimmlich erinnert Sänger Sascha Junker gelegentlich etwas an Ignite, schwingt sich aber dankenswerter Weise nie in die ganz hohen Klaus Meine-Register auf. Die Vocals sind mir oft etwas zu dramatisch, aber meist clean und es wird nur gelegentlich zu kraftvollen Shouts gewechselt. Die Band bemüht sich hörbar um Abwechslung, wechselt zwischen ruhigen, melodischen und gefühlvollen Passagen und aggressiveren, harten Passagen mit Geschrei. Überraschend auch, dass das Album nach hinten raus nicht etwa abfällt, sondern sich dort im Gegenteil sogar die besseren, smart arrangierten Songs finden. Die Band kann was, auch wenn ihr Debut jetzt noch nicht der ganz große Wurf ist. Ich freu mich jetzt schon darauf in der Zukunft wieder etwas von Sinew zu hören und zu sehen, welchen Weg die Band einschlägt. (tj)




