Killwhitneydead. - Nothing Less Nothing More
Beim ersten Hören fand ich die Mischung im Hause Killwhitneydead (KWD) eigentlich ganz witzig. Eine derartige Dichte an Filmverweisen in Form von Sprachsamples ist mir seither eigentlich noch nie untergekommen, vielleicht taugt die CD ja für Filmnerds, die dann konkurrieren, wer mehr der verwendeten Samples richtig zuordnen kann... Ich frag mich ja echt, wie die Band das live dann macht, alle Songs auf Klick spielen und die Samples einschleifen? Egal. Nach einer (kurzen) Zeit schlug der Eindruck dann aber recht schnell um. Nicht nur das billige Geriffe, das wenig kreative (programmierte?) Schlagzeug und der doof-keifige Gesang langweilen bzw. nerven mächtig, auch das immer gleiche Thema der Songs wirken in der Summe doch recht befremdlich. Ich meine, ok, wir hatten alle mal Beziehungsprobleme, fühlten uns ungerecht behandelt oder vielleicht auch sitzen gelassen und hegten dann ein paar miese Gedanken in Richtung der ehemals Angebeteten, aber Sänger Matthew Rudzinski scheint da echt drauf hängen geblieben zu sein. Immer dieses Toughguy-Gehabe, ständig will der Mann seine Ex oder andere Bitches und ab und an auch mal nen Kerl, der sich ihm in den Weg stellt, erschießen oder sonst wie six feet deeper bringen. Dazu dann wie gesagt pausenlos Filmsamples in denen massig Schimpfworte gebraucht werden, gekillt wird oder auch gerne mal gestöhnt wird. Und die "Tainted Love"-Coverversion am Schluss ist zum Schämen schlecht, erst recht wenn man mal bedenkt, dass Manson den Song schon vor Jahren perfekt umgesetzt hat. In den USA hat der Haufen wohl schon drei Alben und eine DVD am Start und füllt auch mal größere Venues. Und die Band hat NATÜRLICH 2,5 Millionen Plays und über 39.000 Freunde bei Myspace. Na denn mal munteres Scheißefressen, Millionen Fliegen können sich schließlich nicht irren! (tj)




