Danko Jones - Never Too Loud
Diese Band hat ihre Hausaufgaben gemacht! Schon seit Jahren und mittlerweile sechs Alben kann sich der gitarrenaffine Musikfan sicher sein: wo Dank Jones drauf steht, ist (Blues-) Rock der alten Schule drin - allerdings nicht mit dem Staub von Jahrzehnten, sondern mit dem sprichwörtlichen "ewigen" Feuer im Arsch. Und mit "Never Too Loud" macht die Band einen Riesensatz, verfeinert das vermeintlich bekannte Rezept an signifikanten Positionen und holt mit Produzentenlegende Nick Raskulinecz den Mann ins Boot, der zuvor u.a. schon Rush und den Foo Fighters den musikalischen Weg gewiesen hat. Die Melodien stehen im Fokus des neuen Materials, Ohrwürmer im Anakonda-Format sind hier keine Seltenheit (was gleich der punkige Opener "Code Of The Road" eindrucksvoll unterstreicht) und die elf Songs grooven, dass es eine wahr Freude ist. Unglaublich dass in dieser klassischen Triobesetzung noch so etwas frisches und mitreißendes möglich ist. Sänger und Namengeber Danko Jones wechselt neuerdings auch gekonnt in die Kopfstimme, wenn der Song es verlangt, die größte Überraschung dürfte aber wohl die fast schon countryeske Hymne und zweite Singleauskopplung "Take Me Home" inklusive Akustikgitarren sein. Das klassische Thema auf Dank Jones-Alben, Danko vs. das schöne Geschlecht, bleibt selbstverständlich nicht außen vor, bei "Let´s Get Undressed" spricht ja schon der Titel Bände. Und mit Pete Stahl (Scream, Wool, Goatsnake) und John Garcia (Kyuss, Unida, Hermano) veredeln gleich zwei Legenden Track Nr.7 namens "Forest For The Trees". Natürlich klingt es an manchen Ecken immer noch stark nach AC/DC, Black Sabbath oder gar Joan Jett, aber da sind wir dann wieder bei den eingangs erwähnten Hausaufgaben. Schon jetzt eines meiner Top10-Alben 2008! Die limitierte Digipackversion des Albums enthält wohl noch zwei Bonustracks, die aber auf der Promo nicht enthalten waren... (tj)




