Stonerider - Three Legs Of Trouble
Die vier Rocker von Stonerider entstammen der Georgia-Metropole Atlanta. Bis vor kurzem waren sie noch unter dem Namen "Fight Paris" unterwegs, haben aber mittlerweile nicht nur die Benennung, sondern auch die Musikrichtung etwas geändert. Stonerider produzieren straighten Rock alter Schule, wobei die grobe Ausrichtung auf Led Zepplin u.ä. ausgelegt ist. Ganz allgemein formuliert, kann man sagen es handelt sich um Gute-Laune-Mucke, bei der einem spontan Assoziationen von Sonnenschein, Urlaub und absoluter Stressfreiheit in den Kopf schießen. Mördermäßige Grooves, rockiges Riffing, relaxte Soli und natürlich eine super entspannte Grundstimmung bestimmen weitestgehend den Höreindruck. "Three Legs Of Trouble" bietet soliden, ausgereiften Rock´n´Roll, der überhaupt gar nichts Modernes an sich hat - und auch nicht haben darf. Also die Repeat-Taste reinhauen, zurücklehnen, ein Bierchen köpfen (oder ähnliches) und einfach nur genießen. Die 10 Stücke grooven sich problemlos ins Ohr, setzen sich dort sofort fest und wollen gar nicht mehr raus. Das läuft fast zu geschmeidig, denke ich mir, und exakt in diesem Moment höre ich auch schon das erste Hendrix-Riff heraus. Nachdem ich alte The Who-, Led Zepplin- und eben Hendrix-Scheiben ausgegraben habe, ist die Sache ziemlich offensichtlich. Ich will gar nicht behaupten und anprangern, dass sich Stonerider des Diebstahls schuldig gemacht hätten, aber ihre musikalischen Inspirationen stechen auf "Three Legs Of Trouble" doch sehr deutlich heraus. Allerdings gehen solche Parallelen bei so heftig rockenden Bands, wie eben Stonerider eine ist, sowieso als Hommage durch;-) Als Anspieltipp schlage ich "Rush Hour, Baby", "Ramble Down" und das Nazareth-Cover "Hair Of The Dog" vor, welches eine Neuvertonung der Extraklasse darstellt und ihresgleichen lange suchen kann. Fazit: "Three Legs Of Trouble" ist eine extrem coole und amtlich groovende Southern-Rock-Scheibe, die ihre Fans nicht nur aus der älteren Generation rekrutieren wird. Hätten die vier Amis mehr Eigenständigkeit in die Kompositionen einfließen lassen, wäre vielleicht sogar die Bestnote gefallen. (cj)




