Gwen Stacy - The Life I Know
Es scheint ja ein neuer Trend zu sein, seine Band nach Personen zu betiteln. Im Fall von Gwen Stacy handelt es sich um einen Charakter aus dem Spiderman Universum. In den Comics Spidermans erste Freundin, im Film Mary Janes Nebenbuhlerin. Die hier thematisierte Band aus Indianapolis veröffentlicht mit "The Life I Know" ihr Ferret Debüt. Geboten wird moderner Hardcore mit Schnittstellen zum Metal, Noise und Emo. Vergleiche mit frühen Poison the Well sind durchaus zulässig aber auch zu jungen Bands wie The Devil Wears Prada, Haste The Day oder Scary Kids Scaring Kids. Meist heftige Hardcore/Metal Songs mit reichlich Moshriffs werden mit verstörenden Noise-Gitarrenläufen und zugänglichen Melodien angereichert. Wohl dosiert und immer songdienlich setzt die Band melodischen Gesang ein, der für den Ohrwurmfaktor. Am Ende kommen so sehr abwechslungsreiche aber in sich stimmige Songs heraus, die fordern sind aber dennoch gut ins Ohr gehen. Brutal aber mit Herz und vor allem Tiefgang. Gwen Stacy haben dieses gewisse Etwas was vielen Bands oft zwischen technischem Firlefanz und aufgesetztem Image abhanden kommt. Sicher hat auch Produzent Brain McTernan (Thrice, Hot Water Music, Snapcase) seinen Teil dazu beigetragen. Auf "The Life I Know" entfalten die Jungs sicher noch nicht ihr volles Potentail, für ein Debüt ist das Album jedenfalls verdammt stark ausgefallen. (rg)




