Nonpoint - Vengeance
In den Staaten stehen die Zeichen für Nonpoint sehr gut. Die Band hat sich seit den zehn Jahren ihres Bestehens eine solide Fanbasis aufgebaut, teilten die Bühne mit großen Acts wie Linkin Park, Staind, Papa Roach oder Mudvayne und waren auf dem Ozzfest und der Warped Tour vertreten. Zudem erscheint ihre Musik in den Filmen Miami Vice, in der Werbung für Tarantinos Grindhouse sowie in Wrestling Videospielen. Sechsstellige Verkaufszahlen sprechen ebenfalls für sich. Eine gute Ausgangsbasis um auch in Europa durchzustarten. Doch was taugt der Sound? Objektiv betrachtet einiges. Die Band bietet zeitgemäßen aber bodenständigen Rock/Metal. Herauszuhören sind Einflüsse sowohl von 90er Nu-Metal, verschwitztem Southern Rock und Chart tauglichem Stadionrock. Vor allem schießt mir der Name "Sevendust" durch den Kopf. Abseits aller Kategorisierungen warten Nonpoint aber vor allem mit guten eingängigen Songs auf. Die Songs rocken allesamt amtlich und gehen direkt ins Ohr. Shouter Elias Soriano verfügt über ein großartiges Organ für diesen Sound. Er verfügt nicht nur über eine enorme Bandbreite sondern ist ein wahrer Charismabomber. In seiner Stimme ist sowohl Soul als auch Metal zuhause. Neben den straighten Rock Nummern befinden sich natürlich auch die obligatorischen Balladen auf der Platte die jedoch keineswegs oberflächlich klingen sondern tatsächlich unter die Haut gehen. "Vengeance" ist eine wirklich sehr coole aber eben auch typisch amerikanische Platte mit reichlich Pathos aber eben auch der nötigen Bodenständigkeit geworden. (rg)




