Bobaflex - Tales From Dirt Town
Trotz Supporttouren für u.a. Megadeth, Nickelback, Disturbed, Dream Theater und Fear Factory haben Bobaflex seither noch nicht so recht ihre Zielgruppe gefunden. So unterschiedlich wie die vorgenannten Bands ist auch ihr zweites Album ausgefallen. Schon der Vorgänger "Apologize For Nothing" konnte bei mir nicht so recht punkten, man muss der Combo aus West Virginia allerdings attestieren, dass sie an sich gearbeitet haben. Das ist nicht mehr ganz so willenlos zusammengewürfelt wie ihr Debut, aber ich für meinen Teil hab trotzdem so meine Probleme mit Wechseln der Art Modern Metal-Geriffe trifft auf Queen-artige Refrains (siehe "Born Again") oder an anderer Stelle dann sogar New Metal meets Slease a la Guns´n´Roses oder Mötley Crüe. Weiss die erste Hälfte des Albums wenigstens noch zu unterhalten, haben sie da wohl etwas vorschnell ihre Pulvervorräte verschossen und müssen für den Rest des Albums auf Sparflamme dahintuckern. Die gelegentlichen an Alice In Chains erinnernden mehrstimmigen Gesänge ("Satisfied") kommen prima und auch die Produktion von Russ T. Cobb (u.a. Sevendust) ist gelungen und fett - daran liegts nicht. Hier fehlt die Linie, Herz und ein eigener Charakter, es drängt sich der Eindruck auf, dass hier einfach gern genommenes und erfolgreiches in einen Mixer geworfen und eingeschaltet wurde. Das haben wir jetzt davon, undefinierbare Masse mit Klümpchen. (tj)




