Moros Eros - Jealous Me Was Killed By Curiosity
Victory Records ist längst nicht mehr der typische Hardcore Label als dass es angefangen hat. In dem vielfältigen Labelprogramm sind aber selbst Moros Eros noch Exoten. Das zweite Album der Band macht da weiter wo sie mit ihrem Debüt aufgehört haben. Irgendwo zwischen Pop, modernem Indie-Rock und Prog-Rock angesiedelt kreiert die Band einen sehr eigenständigen Stil. Auf dem Zweitwerk erscheint dieser noch etwas verrückter und undurchsichtiger als auf dem Debüt. Hier werden zarte Melodien mit turbulenten Beats und aufmüpfigen Vocals kombiniert. Die Gitarren braten dabei nicht sondern klimpern eher zaghaft, dafür gibt es immer wieder Unterstützung von Keyboards. Der Sound ist recht vielschichtig, aber keinesfalls schwer verdaulich. Auf der anderen Seite fehlen dem Album aber auch die wirklich eingängigen Momente. Kaum ein Song hält sich länger im Ohr. Die Stimme von Sänger Zach Tipton ist recht gewöhnungsbedürftig. Darüber hinaus scheint der Band der berühmte rote Faden immer wieder abhanden zu kommen. So wirkt das Album sehr zerfleddert und ist wenig motivierend. Vielleicht ist es einfach nicht meine Tasse Tee, aber es fällt mir schwer einen positiven Zugang zum Album zu finden. Wer den zahlreichen "The"-Bands etwas abgewinnen kann sollte aber vielleicht mal ein Ohr riskieren. (rg)




