Hyems - Antinomie
Schwarz, bedrohlich, voller Hass und unerbittlich. Ja, so lässt sich der mittlerweile dritte Output der Hessen Hyem wohl am besten beschreiben. Mit "Antinomie" ist dem Quintett ein wirklich fabelhaftes Album gelungen. Es gibt keine Schwächen in dieser Band. Technisch einwandfreie Instrumentalarbeit und ein Sänger, der es vollbringt, ein Höchstmaß an Aggression in seine Vocals zu packen, hin und wieder leicht an Danny Filth erinnert, aber was soll`s. Das Songwriting auf "Antonomie" ist abwechslungsreich (zumindest innerhalb der Barrieren, die ein Black-Metal Album nicht überschreiten sollte) und mit elegant verarbeiteten Tempowechseln versehen. Die Texte auf "Antinomie" sind ausnahmslos in Deutsch gehalten (wenn auch des Öfteren kaum zu verstehen) und erzeugen damit eine noch eindrucksvollere Kälte. Ein Vergleich mit anderen Genrekollegen fällt schwer. Jedoch sollte man Hyem nicht mit Bands wie Dimmu Borgir oder Cradle Of Filth vergleichen. Man wird auf "Antinomie" vergeblicher Weise nach Keyboard Ergüssen suchen. Wohingegen jeder Verfechter des kalten, rohen Black-Metals á la Marduk zweifelsohne auf seine Kosten kommen wird. (jb)




