Crime In Stereo - Is Dead
Crime In Stereo aus dem Umland von New York sind alles andere als tot. Ihr drittes Album steckt im Gegenteil voller Leben und Frische und ist das wohl ihr ambitioniertestes bisher. Die Band war schon immer etwas anderes und ist im Bridge 9 Labelprogramm ein echter Exot. Mit dem heftigen Hardcore der alten Schule den man vom Label gewohnt ist, hat diese Band wenig gemeinsam. Die Truppe schmeißt melodischen Hardcore, Punk und DC-Postcore in einen Topf und kreiert daraus einen sehr eigenständigen Stil, der einerseits von tiefgründiger Emotionalität bestimmt ist, aber auch mit sehr viel Köpfchen und Energie aufwartet. Trotz einiger härterer Anflüge, welche die Hardcore Wurzeln der Band ins Bewusstsein rufen, bleibt die Platte meist recht ruhig und emotional. Die Songs verfügen zwar über ein hohes Maß an Eingängigkeit, lassen sich aber nie in ein herkömmliches Strophe-Refrain Korsett zwängen. Der melodische Gesang klingt nie aufgesetzt oder zu technisch, sondern absolut natürlich und verfügt über ein hohes Maß an Charisma. Schnell hat Sänger Kristian Hallbert den Hörer für sich eingenommen. Die Band baut in dem Album eine dichte Spannung auf die fordert, motiviert aber auch mitreißt. "Is Dead" ist beileibe kein Album bei dem der Funke bereits nach dem ersten Hören überspringt. Es braucht schon ein paar Durchläufe. Dann darf man sich aber von einem der interessantesten Releases im Post-Hardcore Bereich der jüngeren Zeit freuen. (rg)




