Cadaveres - Soul Of A New Breed
Sepultura haben wohl besonders mit ihrem letzten Album in Originalbesetzung (also mit beiden Cavalera-Brüdern) großen Eindruck hinterlassen, "Roots" läuft heute noch in vielen Zappelbuden rauf und runter und der Erfolg von Maxes Soloprojekt Soulfly spricht ja auch Bände. Ungarn scheint besonders beeindruckt vom Cavalera-Schaffen, denn nach Ektomorf, der wohl bekanntesten ungarischen Band in unseren Breitengraden, bewerben sich auch ihre Landsleute von Cadaveres mit ihrem Debut um den Epigonen-Sticker. Wobei es zu Ektomorf nicht nur musikalische und geografische Parallelen gibt, mit Lászlo Kovács haben sie sogar einen Ex-Musiker der Band in ihren Reihen und bei "Elixir" singt dann auch noch Zoltán Farkas. Über die gesamte Spielzeit ist das Nacheifern dann nicht gar so derbe wie bei Ektomorf, aber trotzdem nicht zu verleugnen. Ein Pluspunkt ist sicherlich auch der eigene Percussionist Máté Péter und vor allem Sänger Ãdám Gabó, der nicht nur kraftvoll shouten sondern auch wunderbar melodisch singen kann, man höre nur den recht weit hinten positionierten "Hit" "Blood-Stained" oder auch "Seventh Heaven". Zärtlich eingesetztes Programming und Klavierparts machen die Band zu mehr als zum reinen Soulfly-Klon und sind im direkten Vergleich zu Ektomorf eindeutig die Band mit der besseren Substanz. (tj)




