Mellory - Elevator Conversation
Mellory aus Paderborn nehmen mir als ewigen Nörgler in Sachen Innovation gleich den Wind aus den Segeln indem sie selbst offenbaren, dass sie weder das musikalische Rad neu erfinden wollen, noch mit ihren Texten die Welt verbessern wollen. Das tun sie dann auch keineswegs, sondern konzentrieren sich gekonnt auf das Wesentliche. Das da wäre gute bodenständige Songs zu schrieben. Stilistisch tun die fünf Jungs dies in Emo / Indie Rock Gefilden. Einflüsse von einschlägigen Ami Bands liegen auf der Hand. Die Band hat ihre Hausaufgaben gemacht und wartet mit eingängigen Songs auf die mit coolen Hooks und schönen Melodien gespickt sind. Zudem erfüllt die Band auch das Killerkriterium schlechthin und legt die richtige Portion Leidenschaft und Energie in die Songs. Der zweistimmige Gesang kann ebenfalls überzeugen, verfügt er doch über das nötige Maß an Charisma. Die Jungs haben ihr Ziel gute Songs zu schreiben somit durchaus erreicht. Das täuscht aber keineswegs darüber hinweg, dass es in Punkto Eigenständig nicht weit her ist mit der Band. Mellory klingen dafür einfach zu beliebig und austauschbar. Ebenfalls negativ schlägt die Tatsache zu Buche, dass das Album trotz balladesker Einschübe insgesamt zu wenig Abwechslung bietet und so recht schnell ermüdet. Dennoch, definitiv eine gute Band mit einigen guten Songs auf der Hinterhand. (rg)




