Fictionplane - Left Side Of Brain
Selbst wenn ich das beiliegende Info nicht gelesen hätte, spätestens beim zweiten Song "Deathmachine" wäre der Verdacht zu einer unübersehbaren Gewissheit geworden. Und wie sagt man so schön? Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm bzw. Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat. Verwunderlich an sich nur, dass das schon das zweite Album dieser Band um den Bassisten und Sänger Joe Sumner ist, dass man also vom ersten irgendwie so gar nichts gehört hat. Und wer jetzt bei Sumner schon gestutzt hat: genau! Sein Papa heisst Gordon Sumner, ist der Welt aber unter seinem Künstlernamen Sting wesentlich besser bekannt. Wenn "Left Side Of The Brain" mit dem Sticker "Das neue Police-Album" bei mir aufgeschlagen wäre, hätte ich das wohl auch geglaubt - jedenfalls die ersten drei Songs über. Das Eröffnungstrio ist wahrlich sehr stark geraten, hier ist auch die erste Auskopplung "Two Sisters" zu finden, danach gehts nicht mehr gar so stark weiter. Es ist unglaublich wie sehr Joes Stimme der seines Vaters gleicht, dazu dann noch das prägnante Bassspiel... Ein Rockalbum mit dem ein oder anderen Verweis auf die Geschichte des Genres, ganz nah an Vaters Stamm, mit einem wunderschönen Artwork und dem idealen Sound von Starproduzent Paul Corkett, der u.a. auch schon Radiohead, Björk und Tori Amos betreut hat. Im Herbst sind Fictionplane dann auch in Deutschland unterwegs, und drei Mal muss man gar nicht raten im Vorprogramm von wem... (tj)




