Decon - The Birth Of Tragedy
Covermotiv, -machart und die Typographie erwecken sofort Assoziationen zu Dave McKean, beim Nachschlagen im Booklet wars dann aber doch der Kölner Künstler Peter Hoffmann, der ja u.a. auch schon für Fear My Thoughts, Bubonix und Heaven Shall Burn gearbeitet hat. Dem gelungenen graphischen Konzept steht ein ebensolches auf der textlichen Seite gegenüber. Alle Songs handeln von Tragödien, ob nun aktuellen wie dem amerikanischen Niedergang oder antiken wie der von Orpheus und alle Songtitel sind zusätzlich auch noch auf Latein notiert. Großes Manko sowohl ist die Gleichartigkeit der Songs vom Aufbau als auch vom Tempo her als auch der Gesang von Sebastian Karnatz, der zwar sowohl gut schreien als auch überzeugend Singen kann, aber unterm Strich einfach nicht überzeugt. Gelegentliche Abweichungen vom vorherrschenden Midtempo hin zu gelegentlichen Hochgeschwindigkeits-Passagen wie z.B. bei "The Emperor" und "Apocalypse In Delay" oder auch der akustische Mittelteil bei "Battle Of The Wounded" wirken da schon richtig erfrischend. Der Sound entwickelt leider auch keinesfalls den nötigen Druck um sich auf Augenhöhe neben ähnlich gelagerten Acts wie meinetwegen Killswitch Engage zu positionieren. Besonders die Gitarren klingen da oft seltsam aufgesetzt. (tj)




