Eskimo Baby - Actors Suicide
Seit über 15 Jahren sind die Magdeburger nun schon aktiv und haben über die Jahre wohl auch die ein oder andere Verpuppung durchgemacht (die Gelegenheit dabei aber leider nicht genutzt den doch eher doofen Bandnamen mit über Bord zu werfen). Einst firmierte man als politische Punkband, später dann eher als Hardcoreact und mittlerweile ist man also in Emo-Gefilden vor Anker. Jetzt aber nicht an die aktuellen zuckrig-poppigen Auswüchse dieser Idee denken, Eskimo Baby sind eher den Wurzeln und meinetwegen Bands wie Texas Is The Reason verpflichtet. Einerseits wird also fragil gesungen, andererseits auch ordentlich gekreischt. Dazu kommt mächtiges, gerne auch fies-dissonantes Riffing - man darf wohl ungestraft von eher schwerer Kost sprechen. Soundtechnisch lässt sich schnell die Arbeit von Guido Lucas erkennen, es wurde auch im Blubox Studio zu Troisdof aufgenommen. Was beim Rezensenten gleich mal Pluspunkte gab, brachte aber im Endeffekt aber dann doch nichts, denn selbst nach mehrmaligem Hören, stellen sich hier keine Aha-Erlebnisse ein, keine Magie, keine großen Momente, nichts das hängenbleiben würde... Klar, die singende Säge bei "Ardour vs. Ardor" ist cool und auch sonst gibt´s hier und da nette Details, aber unterm Strich reissts das nicht raus. Hinzu kommt ein liebloses Artwork, schlechtes Englisch und ein fader Beigeschmack von Irrelevanz. (tj)




