Airway - Faded Lights
Das Artwork des Albums hätte eher (Prog)Rock vermuten lassen, der Opener "IWake Up" prescht in den ersten Sekunden aber zielstrebig aufs Metalcorelager los und kommt gar mit Screamoartigen Vocals. Das dauert aber nicht all zu lange, schnell schwenken die Italiener in etwas gemäßigtere Bahnen, werden rhythmischer und vor allem melodischer - auch und vor allem im Gesang; da erinnern sie dann an gemäßigtere Killswitch Engage. Bei "The Answer" steigt die Band dann etwas auf die Bremse und bietet fast schon Gothicartiges Paradise Lost-Riffing garniert mit dezent eingewobenen Streichern. Überhaupt ist "Faded Lights über seine zehn Songs in knapp 40 Minuten musikalisch durchaus interessant und abwechslungsreich, versucht sich stellenweise auch an Metalcorestandards; die immer wieder eingestreuten derberen Geschreipassagen wirken für mich aber irgendwie aufgesetzt, so als ob ihnen jemand gesagt hätte, dass sowas eben gerade gerne genommen wird. Solitechnisch hält man sich angenehm zurück, wenn man das doch eher ungelenke Solo in "Sinkin‘ Down" hört, ist das wohl auch ne weise Entscheidung. Ungewollt lustig ist die streckenweise "interessante" englische Aussprache der Jungs. (tj)




