Hopesfall - Magnetic North
Nach ihrem noch recht chaotischen Debüt veröffentlichten Hopesfall aus Charlotte, North Carolina mit "A-Types" ein absolutes Überraschungswerk, was das Melodiegespür der Band unter Beweis stellte. Eine großartige Emo Platte die genauso schnell ins Ohr wie unter die Haut ging. Schon damals war aber klar, dass mit diesem Album noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht war. Das beweisen sie nun mit ihrem dritten Album "Magnetic North". In den Staaten erschien die Platte bereits Anfang des Jahres, jetzt ist das Album durch die Kooperation von SPV und Trustkill auch hierzulande offiziell zu haben. Hopesfall haben wieder einen weiten Schritt gemacht, zwar nicht mehr ganz so gravierend wie vom Debüt zu "A-Types", aber doch deutlich spürbar. Die Band klingt auf dem neuen Album wesentlich eigenständiger und hat sich völlig von dem typischen Emo/Screamo Ding emanzipiert. Beherzte Riffs treffen auf großartige verträumte Melodien. Sänger Jay Forrest hat seine Bandbreite ebenfalls erweitert. Von verträumten Säuseln, melodischem Singen bis hin zu gelegentlichem fiesen Schreien ist alles abgedeckt und mit einer Inbrunst dargeboten sie man selten hört. Die Band baut auch schon mal Streicher und Klavier in die Songs ein, ohne dass man es als fremdes Stilmittel empfinden würde. Von anbiederndem Pop kann jedoch keine Rede sein. Die Produktion ist sehr erdig und recht düster ausgefallen. Die Songs zünden oft nicht sofort, nach einigen Durchläufen offenbaren sich aber einige Gänsehaut Momente. Die Platte steckt voller Details und ist ebenso abwechslungsreich wie intensiv. Tiefgang pur. "Magnetic North" ist eine rundum gelungene Platte einer außergewöhnlichen Band geworden. Die Euro Version hat sogar noch einen Bonustrack dabei. (rg)




