Øl - Between The Lines
Aufgrund des Ø im Bandnamen dachte ich zunächst an eine skandinavische Combo, Øl sind aber aus Deutschland. Und wohl auch schon ne Zeit unterwegs, über zehn Jahre streckt sich die Bandgeschichte nun schon und seit 2004 hat man mit der aktuellen Besetzung laut Bandinfo auch die ideale gefunden. Stilistisch hat die Band hier an sich überhaupt nichts verloren, es sei denn der Herr Chefredakteur plant eine schleichende Hinwendung zu poppigen und radiotauglichen Themen a la Fury In The Slaughterhouse. Die zehn Songs auf "Between The Lines" bewegen sich alle auf einem gleichbleibenden Niveau, sanft rockend, gerne auch gefühlvoll-balladesk. Sänger Sebastian Schimmer versteht sein Handwerk und trotz vielen eingängigen Passagen fehlt den zehn Songs ein oder gar mehrere Hits. Immerhin ist ihnen hoch anzurechnen, dass sie nicht auf Deutsch singen, weil das doch im Moment so erfolgversprechend ist. Das nichtssagende Cover verschenkt leider jegliche Chance auf optischem Wege Aufmerksamkeit zu bekommen, immerhin sind die Texte komplett im ebenso schmucklosen Booklet abgedruckt... Gutes Album, aber mehr auch nicht. (tj)




