Gorefest - Rise To Ruin
Als sich die Niederländer vor ca. sieben Jahren verabschiedeten, war es nicht gerade so, dass sich riesige Fanhorden deswegen zum kollektiven Verzweiflung-Freitod entschieden. "La Muerte", das Comebackalbum vor zwei Jahren war dann aber ein respektables Death Metal-Eisen, das Aggression mit Innovation (vor allem im Songstrukturbereich) verband, die Relevanz der Band unterstrich und sie wieder auf die Bühnen Europas brachte. Und "Rise To Ruin"? Macht genau dort weiter, wo man sich mit dem letzten Album positioniert hat. Erneut also keine Eskapaden und Neuerungen, unterm Strich wahrscheinlich sogar noch einen Zacken härter. Gelungene Todesblei-Bomben wie z.B. "The War On Stupidity", ab und an eingestreute rockige Momente (wie etwa bei "War Brigade", das dann auch noch mit überraschend genrefremden Solo daherkommt) oder auch Filetstücke wie das anfangs stampfende und später alles niederwalzende Riff-Monster "A Grim Charade" geben der Band eine eindeutige Daseinsberechtigung; Innovatoren werden sie aber wohl nicht mehr werden. Und das Cover geht für mich weder mit der Band, dem Stil noch dem Albumtitel zusammen... aber man muss ja auch nicht immer alles verstehen. (tj)




