At All Cost - Circle Of Demons
Sowas gibt es selten. Da haben At All Cost aus Texas einen Plattenvertrag mit Century Media ergattert und löst sich noch vor der Veröffentlichung ihrer zweiten Platte auf. Ob ihnen die Promotion Arbeit zu sehr auf den Zeiger gegangen ist? Musikalisch gibt sich die Band jedenfalls vielseitig. Hier werden Thrash-Metal, Metalcore, Rock und melodische Elemente auf recht eigensinnige Weise zusammengemischt. Die Band geht gern recht knackig metallisch zu Werke, reichert die Songs aber mit melodischen Refrains an. Dabei klingt das alles deutlich weniger nach dem ausgelutschten Einheitsbrei den man sonst so vorgesetzt bekommt. Die Band hat durchaus coole Ideen auf der Hinterhand, hat sowohl Sinn für derbe Mosher, als auch eingängige Gesangslinien. Hinzu kommt, dass auch gern ein Keyboard hinzu gezogen wird. Leider übertriebt es die Band oft damit, anders klingen zu wollen. So wird der melodische Gesang oft mit einem grausamen Effekt belegt, der dafür sorgt, dass die Stimme elektronisch verzerrt klingt und an den unsäglichen Pop-Song von Blue erinnert, der vor ein paar Jahren die Menschheit terrorisierte. Das hätte wirklich nicht sein müssen. Weiterhin klingen At All Cost oft zu verspielt und schaffen es nicht auf den Punkt zu kommen. Zudem hat Sänger Andrew Collins zwar ein paar wirklich nette Gesangslinien am Start, weiderholt diese aber oft in einer gefühlten Endlosschleife, so dass sie sich schnell abnutzen. Das sind zwar alles Fakten welche die Platte deutlich in der Wertung nach unten zieht, das Ergebnis ist jedoch noch immer nicht so schlecht, dass man sich gleich auflösen hätte müssen. (rg)




