Akercocke - Antichrist
Akercocke fahren auf einer ganz sonderbaren Schiene. Nach dem Bandfoto zu urteilen, dürfte man eine Mischung aus britischem Volksliedgut gepaart mit philosophischen Gedichterörterungen erwarten. Aber weit gefehlt. Musikalisch stellt sich das aktuelle Album "Antichrist" als Mischung aus brutalem Death-Metal und progressiven Rockeinflüssen dar. Klingt komisch? Ist noch komischer!! Stellt Euch mal ein Schlagzeug vor, das in Blastbeats aufgeht, dazu filigraner Gesang und gezupfte Akustikgitarren. Abgefahren, oder? Akercocke verstehen es aber durchaus, auch solche Experimente gewinnbringend zu vollenden. Eigentlich darf man dieses Album nicht auf das Genre Death-Metal limitieren. Hier spielen so viele Elemente anderer Genre mit, dass nicht einmal eine Begrenzung auf das weite Feld "Metal" angebracht erscheint. Wie ihr sicher bemerkt habt fällt es mir wirklich schwer, Akercocke einzuordnen. Ein Grund mehr, warum ihr es selbst versuchen solltet. Für Gesprächsstoff wird definitiv gesorgt sein. Soundtechnisch klingt mir "Antichrist" etwas zu matschig. Da hätte man sich etwas mehr Mühe geben können. (jb)




