Boy Hits Car - The Passage
Nach dem Weggang von Wind-Up Records haben Boy Hits Car bei Golf Records ein neues Zuhause gefunden. Ihr zweites Album "The Passage" verfolgt den Weg den die Band auf ihrem selbstbetitelten Debüt eingeschlagen hat konsequent weiter. Die Jungs aus L.A. vermischen Einflüsse von Bands wie Incubus, Tool und einem Hauch System Of A Down mit modernem Emocore. Das Ergebnis nennt die Band selbst "Lovecore" ist aber im Endeffekt recht zahmer, moderner Rock. Die neuen Songs rocken recht gut los, klingen jedoch auch recht verspielt. Neben bratenden verzerrten Gitarren werden die Songs vom Einsatz akustischer Gitarren bereichert. Zentraler Dreh und Angelpunkt der Songs ist aber die Stimme von Sänger CRegg Rondell, dessen eindringliches Organ mal an Incubus´ Brandon Boyd, mal an die melodischen Momente von System Of A Downs´ Serj Tankian erinnert. Das Hitpotential der Songs ist recht hoch angesiedelt, allerdings erscheinen selbige auch kalkuliert und sind ziemlich vorhersehbar. Was ich etwas an der Platte vermisse ist ehrlicher emotionaler Tiefgang. Die Songs klingen alle ziemlich oberflächlich. Dazu kommt, dass sich die Band über die komplette Spielzeit sehr oft wiederholt, so dass kaum noch Überraschungen zu finden sind. Das tut sie sicherlich auf recht hohem Niveau, denn wirklich schlecht ist die Platte nicht. Wer auf zahmen amerikanischen Mainstream Rock steht könnte seinen Spaß haben. (rg)




