The Mirimar Disaster - dto.
"Dürfen die das?" fragten Die Ärzte (aus Berlin!) mal in einem ihrer Songs. Und genau diese Frage drängte sich mir spontan auf, als ich die ersten Takte von "The Mirimar Desaster" aufs Ohr bekam. Ich wage mal zu behaupten, dass es die gleichnamige britische Band ohne Mastodon in dieser Form nicht geben würde. OK, Mastodon sind eine der allergeilsten Bands dieser Tage, aber die wenigsten Bands würden wohl auf die Idee kommen ihnen nachzueifern, da sind die Fußstapfen an sich einfach zu groß. Die Sheffielder The Mirimar Disaster schrecken da offensichtlich nicht davor zurück und kommen in der Folge auch ordentlich aus dem Tritt. Wo bei Mastodon außergewöhnlich großes musikalisches Genie auf ein schlafwandlerisches Gefühl für den Song an sich trifft, scheitern die Briten vor allem an der letzten Zutat. So reihen sie im über siebeneinhalbminütigen Opener zwar brav einen halbwegs technisch-anspruchsvollen Part an den anderen und garnieren das mit meist anstrengendem Gekreische, alleine der Song bleibt auf der Strecke. Da hätte man auch gut zwei sinnlose Songs daraus machen können. Und das geht in der Folge leider so weiter. Die Band kann was an ihren Instrumenten, hat das auch schon bei Shows mit u.a. Cult Of Luna, Crowbar und Raging Speedhorn bewiesen, stolpert aber hier in viel zu großen Schuhen leider unschön vor sich hin. (tj)




