Samael - Solar Soul
Schön stampfend und majestätisch führt der Titeltrack und gleichzeitige Opener in ein weiteres Album dieser Ausnahmeband. Der Track erinnert sogar streckenweise an Disillusion und hat somit natürlich nichts mehr mit dem zähen Black Metal der Anfangstage der Band gemein. Nach dem quasi Comeback-Album "Reign Of Light" war es erneut drei Jahre ziemlich still um die Band gewesen. Nach dem ersten Durchgang fand ich "Solar Soul" auch eher durchschnittlich, als ich bei intensiverer Beschäftigung aber tiefer ins Material eindrang, tauchten einige Hits aus den elf Songs auf. Zunächst klingen die Songs recht ähnlich, das Tempo ist fast bei jedem Song gleich, es werden gerne mal Chöre eingebaut und Vorphs teilcleaner Gesang ist gewohnt stoisch. Feinheiten wie die Streicher gegen Ende von "Promised Land" oder die Sitar bei "Slavocracy" sind übers ganze Album gestreut und hier gilt mal wieder: wer suchet, der findet! Die Schweizer schmieden ein mächtig düsteres und dank programmierten Drums und viel Keyboardeinsatz angenehm kühles aber trotzdem abwechslungsreich lockendes Universum und lassen uns darin herumschwirren. Als Fixsterne nennt Major Tom "Western Ground", "Alliance" und "Ave!". (tj)




