Passionworks - Blue Play
Und wieder ne Formation mit semiharten Gitarren und einer dekorativen Lady am Mikro. Und natürlich schön modern mit viel Effekten und Keyboard-Spielereien produziert. Ja, auch die blonde Harriet Hägglund (klingt schwedisch, die Band ist aber wohl aus Finnland) kann wirklich singen. Beim Opener "Sunny Day" nervt ihre Stimme noch etwas, das wird mit den nächsten Songs dann aber besser. Nach dem recht poppigen Opener darf zu Beginn des zweiten Songs "Flying" dann auch mal ne Gitarre braten - allerdings nicht lange, beim Refrain fließt da schon massig Keyboard drüber. Jeder der zehn Songs könnte im Radio laufen und den Gothic Rock, den sich die Band als Stilbeschreibung ans Revers geheftet hat, hab ich meist vergeblich gesucht. Über weite Strecken regiert mit Gitarren angereicherter Pop, hier und da wird etwas Punk eingestreut und selten darfs auch etwas düsterer sein. Unterm Strich überwiegt der Eindruck, dass man das alles schon mal gehört hat und die Band nichts vorzuweisen hat, was sie heraushebt, was man als charakteristisch bezeichnen könnte. Der vierte Track "Angels Crossing" ist trotzdem ein sehr gelungener, ruhiger und melancholischer Song, schade dass nicht mehr von seinem Kaliber auf dem Album sind. (tj)




