Desert Sun - Come Down
Nach einer ersten EP im Jahre 2001 reichen die Fürther jetzt also den Longplayer nach. Mit der EP ernteten sie einiges an Erfolg und positiven Reviews, ein Song landete gar auf dem "All Areas"-Sampler der Visions, laut Info wurden sogar CDs bis nach Australien verkauft und man spielte gar im Vorprogramm von Dozer (und die sind ja das Paradebeispiel, wie man dem Genre tatsächlich noch was Neues und Zwingendes abgewinnen kann). Und um eventuellen Zweifler gleich von Anfang an reinen Wein einzuschenken, winkt man mit so dem Bandnamen quasi mit dem Scheunentor-Zaunpfahl: Desert Sun, ja nee, is klar, Wüstenrock natürlich! So klingt natürlich vieles nach QOTSA oder gar Kyuss, beispielsweise der Opener "Fortified" - da helfen auch die reingesampelten Sitarparts nix. Streckenweise treten sie das Gaspedal auch mal ordentlich durch, sympathisch das, Songtitel wie "Canneloni Ride" geben trotzdem Abzug. Auf satte 50 Minuten bringt es die Band, kann man gut hören, muss man aber nicht. Man kann auch einfach an den CD-Schrank - oder falls vorhanden das Plattenregal - gehen, "Sky Valley" oder "Songs For The Deaf" raus greifen und genüsslich die Vorlage hören. (tj)




