Busta Hoota - More Than Meets The Eye
150 Shows, 5 EPs/Singles/CDs, namhafte Festivals (u.a. Summer Breeze), Reviews und Radioeinsatz im In- und Ausland und nicht zuletzt Konzerte zusammen mit u.a. Danzig, Hatesphere, Six Feet Under, The Donots, Emil Bulls - und das alles in gerade mal sechs Jahren, da muss man schon mal respektvoll den Hut ziehen! Und mit "More Than Meets The Eye" jetzt also wieder ein Longplayer von den Jungs aus Süddeutschland bzw. aus der Region um Böhmenkirchen. Respektabel auch der Sound, mittels den beiliegenden Unterlagen war leider nicht herauszukriegen, wo und mit wem die Aufnahmen entstanden sind, für eine Eigenproduktion sind die elf Songs in knapp 40 Minuten aber herrlich fett geworden. Die Instrumente sind definiert zu hören, der Gesang ist gut integriert, einzig die Bassdrum klingt etwas zu künstlich für meinen Geschmack. Im Info wird vehement darauf verwiesen, dass man nicht der 1000. Metalcore-Klon ist, was wahrlich wahr ist! Die Band orientiert sich eher am New bzw. Modern Metal und dabei besonders an einer Band aus Atlanta... Erinnert der Opener "As I Am" noch dezent an die leider längst verblichenen 40Grit so lehnt sich ca. 75% des Materials mehr oder weniger deutlich an Sevendust an. Verwunderlich, dass die Band in Deutschland solche Spuren hinterlässt, wo sie doch hier kaum stattfinden. Außer eine Tour im Vorprogramm von Skunk Anansie hat man sie in Deutschland noch nicht gesehen, und teilweise wurden nicht mal die Alben für den europäischen Markt lizensiert - mag mit der akuten Flugangst des Drummers zu tun haben. Da haben sich Busta Hoota aber wahrlich nicht die schlechteste Band als Inspirationsquelle ausgesucht, melodischer, eingängiger Gesang trifft auf kräftige Shouts und meist rhythmisches, energisches Riffing und ein solides Fundament aus Drums und Bass. Busta Hoota fügen hier und da noch ein Pfund Slipknot zu (siehe z.B. "Sympathy For The Devil") und brauen so ein angenehm grooviges Gebräu, das man mal probiert haben sollte, Prost! (tj)




