Haemorrhage - Haematology
Die spanischen Chirurgen von Haemorrhage liefern mit "Haematology" eine Zusammenstellung ihrer bisher veröffentlichten Singels ab. Nun sitz ich da, blättere mir das Booklett durch und denk mir beim Betrachten der abgebildeten Singel-Cover nur: "Wer macht denn so was??". Sehr hässlich kann ich Euch sagen. Aber bei Grind gehört das ja so. Besondere Gänsehaut dürfte wohl das auf einigen Bildern zu sehende Live-Outfit der Spanier machen. Man stelle sich fünf Gestalten in Chirurgenkluft vor, die von oben bis unten mit Blut beschmiert sind. So spätestens jetzt hab ich euch. Also lasst uns mal anfangen. Die Mukke der fünf Spanier ist wirklich stark. Da wird gebolzt was das Zeug hält. Und immer voll auf die Zwölf. Teilweise mit gelungenen Intros versehen, bauschen sich die Songs zu wahren Knüppelorgien auf. Nun dürftet ihr euch fragen, was wohl Haemorrhage von anderen Grind Bands unterscheidet. Na ja, vermutlich nicht viel. Wichtig ist doch nur, dass es irre viel Spaß macht, sich diese Scheibe reinzuziehen. Das liegt nicht zuletzt an der überschwänglichen Spielfreude, den mächtigen Riffs, absolut irren Tempowechseln, donnernden Blastbeats und dem variablen und überzeugendem Grunzorgan von Lugubrious, seines Zeichens Sänger und Oberchefarzt. Nun bleibt nicht mehr, als allen Freunden der härteren Gangart dieses Album zu empfehlen. (jb)




