Killchain - One More Victim
Dass der ehemalige Ostblock immer wieder gut ist für hochkarätige Death-Metal Acts haben Bands wie Vader, Krabathor und natürlich auch Behemoth eindrucksvoll bewiesen. Killchain aus der Slovakei versuchen jetzt sich mit ihrem Debüt in diese Riege einzureihen. Die Band spielt straighten Death-Metal der sowohl in der amerikanischen als auch in der frühen europäischen Schule verwurzelt ist. Ohne Rücksicht auf Verluste knüppelt sich die Band durch ihre Songs. Dabei bewegen sich im flotten Uptempo ebenso gerne wie in schleppenden Midtempo Grooves. Es ist der Band deutlich anzuhören, dass sie Spaß an der Sache hat. Das ist es auch was die Platte cool macht, denn durch besondere Originalität tut sich die Band nicht hervor. Im Gegenteil, in "Destroy Everything" kommt ein Riff vor, das so nahe an Slayer´s "Season In The Abyss" ist, dass es eigentlich nur als Hommage akzeptiert werden kann. Aber die Riffs sitzen, die fiesen Grunts klingen erhaben, technisch bewegt sich das ganze auf solidem Niveau und auch für Abwechslung in den Songs ist gesorgt. So ist "One More Victim" alles andere als ein schwaches Album, obwohl es mich jetzt auch nicht voll vom Hocker reißt. Vergleichbare Bands wie Grave oder auch Vomitory haben mich mit ihrem letzten Platten mehr überzeugt. Dennoch sollten Death-Metal Fans Killchain im Auge behalten. (rg)




