Becoming The Archetype - The Physics Of Fire
Becoming The Archetype aus Atlanta stießen mit ihrem Debüt bereits auf viele offene Ohren. Mir persönlich war die Platte allerdings zu überfrachtet und ziellos. Aber schon damals prophezeite ich der Band viel Potential was nur noch in schlüssigeres Songwriting gegossen werden muss. Genau das hat die Band nun auf ihrem Zweitwerk getan. Die Band wendet sich von allzu verkopften Arrangements ab, lässt in ihren Songs mehr Melodien zu und verarbeitet neue Einflüsse. Heraus kommt ein wesentlich ausgereifteres Album, das dennoch den eigenwilligen Charakter der Band wiederspiegelt. Becoming The Archetype kombinieren brutalen Death-Metal mit Metalcore und verpassen dem Ganzen eine progressive Note. Dazu werden Keyboards genauso verwurstet wie epische Melodieführung. Der neue Gitarrist Alex Kenis bringt zusätzlich melodischen Gesang in die Band ein, der wohldosiert einen gelungenen Kontrast zu den tiefen Growls von Frontmann Jason Wisdom bilden. Die Songs wirken insgesamt kompakter und zugänglicher. Auf reichlich unerwartete Wendungen, komplexe Arrangements und frikelige Gitarrenarbeit braucht man deshalb nicht zu verzichten. Der Härtegrad ist zwar etwas zurück gegangen, die Songs ballern aber nach wie vor alles in Grund und Boden. "The Physics Of Fire" ist somit ein recht cooles Album geworden, das bei Freunden des Debüts sicherlich gut ankommen wird aber auch das Potential hat sich neue Fans zu erschließen. (rg)




